Verkehr

Verlängerung der U7 zum Flughafen BER – Verkehrschaos in Rudow verhindern und Lebensbedingungen der Rudower verbessern

Ich setze mich dafür ein, dass die U-Bahnlinie 7 zum neuen Flughafen BER verlängert wird. Nach jetzigen Plänen sollen 28 Millionen Fluggäste jährlich vom BER mit der Regionalbahn, der S-Bahn und Shuttlebussen (171, X11, X7) nach Berlin gelangen. Die Shuttlebusse werden zu Stoßzeiten alle drei Minuten die Rudower Spinne in Richtung BER verlassen. Damit ist eine Verstopfung des Verkehrsknotenpunktes vorprogrammiert. Diese Pläne sind nicht zumutbar für die Rudowerinnen und Rudower. Schon heute ist erkennbar, dass der überwiegende Teil der Fluggäste die U-Bahn und die bestehenden Shuttlebusse nutzen, um nach Schönefeld zu gelangen. Grund sind die längeren Fahrzeiten der S-Bahn aus der Innenstadt. Daran wird sich nach der Eröffnung des BERs nicht viel ändern.

Deshalb muss die U-Bahnlinie 7 zum Flughafen BER verlängert werden. Somit wird ein Verkehrschaos in Rudow vermieden und das bevorzugte Fahrverhalten der Fluggäste berücksichtigt. Zusätzlich würde eine Verlängerung der U-Bahn das Rudower Frauenviertel endlich angemessen an den ÖPNV anschließen und eine echte Lebensverbesserung für 4000 Menschen und das örtliche Gewerbe bedeuten. Den Bewohnern im Frauenviertel wurde schon beim Bau 1996 versprochen, dass sie einen U-Bahnanschluss „Lieselotte-Berger-Platz“ bekommen würden. Aus diesem Grund hat man eine Trasse für einen U-Bahntunnel frei gehalten. Es wird Zeit, dass dieses Versprechen eingelöst wird.

Mit 90 Millionen Euro pro Kilometer kostet der Bau im Verhältnis nicht mal ein Drittel des Baus der Kanzlerbahn U55 (ca. 300 Millionen Euro pro Kilometer). Möglich wird dies durch die offen gehaltenen Trassen. Nutzen wir dieses vorausschauende Bauen und tun etwas konkret für die Menschen vor Ort.

 

Erhalt der Buslinie 171 in Alt-Rudow

Die Buslinie 171 muss weiterhin in Alt-Rudow bleiben. Nach jetzigen Plänen soll die Buslinie zur Eröffnung des BERs auf die Neuköllner Straße verlegt werden. Damit würde die wirtschaftliche Herzkammer Alt-Rudow mit seinen inhabergeführten Geschäften einen herben Standortnachteil erleiden. Bis 2010 wurde die Straße Alt-Rudow für 2,5 Mio Euro aufwendig saniert. Insbesondere die Bushaltestellen wurden für viel Geld barrierefrei gestaltet. Gehbehinderte Menschen und Seniorinnen und Senioren sind auf den Bus angewiesen, um tägliche Dinge, wie Arztbesuche oder Einkäufe zu erledigen. Den Schwächsten würde damit ein Stück Lebensqualität genommen, um einige Buskilometer und Sprit zu sparen. Es ist mir deshalb ein besonderes Anliegen den Bus in Alt-Rudow zu erhalten.