Staatsanwaltschaft vor Ort

Unser Modellprojekt „Staatsanwaltschaft vor Ort“ macht Schule. Am Freitag hatte ich Besuch von der Leitung der Staatsanwaltschaft Duisburg, die sich gemeinsam mit mehreren Kollegen im Neuköllner Rathaus über das Modellprojekt der „Staatsanwaltschaft vor Ort“ informiert hat. Hintergrund ist, dass dieses Modell in Nordrhein-Westfalen auf großes Interesse gestoßen ist, denn auch dort verüben Mitglieder von kriminellen Clans in den Ballungszentren wie Duisburg zahlreiche Verbrechen. In Duisburg soll es deshalb eine Staatsanwaltschaft vor Ort geben.
Ich habe unseren Besuchern über den erfolgreichen Start des Projektes „Staatsanwaltschaft vor Ort“ berichtet, bei dem insgesamt drei Staatsanwälte aus der Abteilung Organisierte Kriminalität einmal pro Woche in einem Büro im Amtsgericht Neukölln mit lokalen Akteuren der Polizei, aber auch des Jugendamtes, des Ordnungsamtes, des Jobcenters und weiteren Kommunalbehörden eng zusammenarbeiten und Informationen zu aktuellen Fällen austauschen. Insbesondere die enge Vernetzung der Behörden miteinander ist hier ein Schlüssel zur wirksamen Bekämpfung krimineller Clans. Manchmal sind es vermeitliche Kleinigkeiten, von denen die einzelnen Behörden wissen, die dann zusammengetragen helfen, ein klares Bild bei einer Ermittlung zu zeichnen. Dazu ist ein Austausch auf kurzen Wegen unabdingbar, und das Neuköllner Netzwerk mit Polizei und Justiz funktioniert in dieser Hinsicht sehr gut. Wir müssen schlicht besser organisiert sein als die organisierte Kriminalität, um im Kampf für die Einhaltung unserer rechtsstaatlichen Ordnung stets die Oberhand zu behalten.

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